Es ist gerade schwer positiv zu bleiben. In den Atommächten der Welt regieren Verrückte. In Wien sitzt eine Regierung, die kein einziges Leuchtturmprojekt vorweisen kann und viele vergangene Errungenschaften zunichte macht. Die Tiroler Landesregierung spart dann noch zu Tode, was der Bund schon zurechtgestutzt hat. Und wer löffelt das aus? Ja, die Gemeinden und wir Bürger:innen. Unsere Gemeinde hat Geld für rein gar nichts mehr. Wir leben von der Hand in den Mund, wobei die Hand lediglich durch die verbleibenden Förderungen gefüllt wird.
Es wird nur mehr geflickt. Ein Beispiel: die Schule ist als Ganzes ein Sanierungsfall. Der Turnsaal sollte seit mindestens fünf Jahren bereits ersetzt sein. Er ist nur deshalb nicht amtlich gesperrt, weil alle Beteiligten ein Auge zudrücken. Für den Turnsaal gibt es nun eine Arbeitsgruppe, die auch Fortschritte macht: nächstes Jahr soll ein neuer Turnsaal fertig gebaut sein. Allerdings entsprechen die vor zwei Jahren beantragten Förderungen längst nicht mehr den aktuellen Gesamtkosten. Wo lässt sich bei einem Turnsaal überhaupt noch sparen? Eine Wand weglassen? Oder das Dach? Währenddessen wird in Axams eine Badelandschaft gebaut, mit deren Budget man alle Schulen und Turnsäle des Mittelgebirges neu errichten könnte.
In dieser wirren Zeit stehen auch Wahlen an. Die Wahlen zum Tiroler Landtag im September 2027 und die Gemeinderatswahlen im Februar 2028. Da wird die Landesregierung mit dem Schwimmbad werben. Lassen wir uns aber nicht blenden, die falsche Priorisierung in Innsbruck lässt uns in den Gemeinden am Hungertuch nagen. In Götzens wird der Bürgermeister wahrscheinlich mit dem neuen Turnsaal werben. Mindestprogramm. Kaputt ist er schon seit Jahren. Vergessen wir nicht, dass hier viel zu lange weggeschaut wurde.
Wahlen können ein Neuanfang sein, aber in wirren Zeiten lauern auch die Populisten mit ihren einfachen Lösungen auf uninformierte Wähler:innen. Sowohl in Innsbruck als auch in Wien regieren Koalitionen gegen eine übermächtige FPÖ. Wie blaue Regierungsbeilegung wirkt, sieht man leider nur zu gut in der Steiermark und in Niederösterreich. Es gibt kein zusätzliches Geld und das verbleibende Geld wird von den Blauen noch ungerechter verteilt.
Wer also mehr Spielraum für Gemeinden will, muss auch vernünftige Landespolitiker:innen und vernünftige Gemeinderäte und -innen wählen. Es geht nicht anders, es gibt keine einfache Abkürzung, es gibt keine einfache Lösung. Die Grünen Götzens werden im Herbst zu einem Treffen einladen, wo wir über all dies und alle anderen Themen, die in Götzens jucken, diskutieren werden. Eingeladen sind alle, die mitmachen und ihre Ideen einbringen möchten. Wir werden Ort und Zeit auf https://www.facebook.com/GrueneGoetzens ankündigen und viele Leute auch persönlich darauf ansprechen.

