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Die Grünen

Liebe Götznerin und lieber Götzner,

viele Projekte der Gemeinde werden schon jetzt auf die Gemeinderatswahl im Frühjahr 2028 abgestimmt, so auch der Neubau der Sporthalle und des Verabschiedungsraums. Wir wollen dem nicht nachstehen und laden euch zu einem gemütlichen Austausch ein am

12. November 2026 um 19.00 Uhr, BiNis Restaurant & Bar

Ein großer Tisch ist auf Grüne Götzens reserviert!

Götzens Horizont 2040

Die Zukunft holt uns mit dem beschleunigten Klimawandel ein. Man kann in Wahljahren denken oder darüber hinaus. Die Grünen denken grundsätzlich weiter, aber geht das auch wirklich weit genug? Der Sommer 2026 hat uns deutlich gezeigt, wie es weitergehen wird. Nur zwei Beispiele, welche schon jetzt ihren langen Schatten vorauswerfen: 1. Die Futtermittelproduktion ist um 50 % eingebrochen, ja es geht um das Futter für unsere Milchkühe. 2. Stand Anfang Oktober ist der Überlauf am Götzner Wasserspeicher leer, das heißt, es fließt weniger Wasser in den Behälter, als wir verbrauchen. Fallen im Winter zu wenig Schnee und Regen, müssen wir spätestens im Frühjahr 2027 Wasser sparen.

Diesen Entwicklungen kann man mit Flicken und Notgroschen begegnen oder sie gesamtheitlicher angehen. Bleiben wir beim Wasser. Da Natters derzeit noch über ausreichend Wasser verfügt, wird eine Wassergemeinschaft mit der Nachbargemeinde angestrebt. Klingt logisch. Ist es aber nicht, denn wir hätten genug Wasser, wenn wir die Quellgebiete der weiteren Götzner Quellen weidefrei stellen würden. Rein technisch kann man das Wasser natürlich mit UV-Bestrahlung trinkbar machen, aber warum den komplizierten Weg gehen, wenn das Vieh ohnehin nicht mehr genug Futter auf der Alm findet? Zusätzlich ist es möglich, die Versorgung in Trink- und Nutzwasser aufzuteilen. Mit Nutzwasser könnte man zum Beispiel die Götzner Felder bewässern, um dort langfristig Landwirtschaft betreiben zu können. Könnte, weil man bei der Feldzusammenlegung und der neuen Wegführung unterlassen hat, Wasserleitungen zu verlegen. Das ist keine zehn Jahre her.  Gerade beim Wasser zeigt sich, wie wichtig es ist, langfristig vorauszudenken. Was nutzt die Wassergemeinschaft mit Natters, wenn auch dort das Wasser knapp wird? Wie sicher ist die UV-Bestrahlung?

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Die Trockenheit ist im Wald an den Steinpilzen erkennbar. Sie wachsen und vertrocknen binnen Tagen.

Neben der Klimakrise erleben wir auch eine Wirtschaftskrise. Letztere ist etwas in Vergessenheit geraten, besteht aber weiterhin. Unserer Gemeinde fehlt das Geld an allen Enden während wir noch vor zehn Jahren Millionen in Liftanlagen pumpen konnten. Trotzdem leben wir im Innsbrucker Speckgürtel, trotzdem geht es uns nicht schlecht. Aber im Osten Österreichs, im Raum München und in Oberitalien wird es die kommenden Sommer unerträglich heiß. Wo werden diese Leute Zuflucht finden? Ja genau, in den Innentälern der Alpen, bei uns! Das werden keine Syrer oder andere Flüchtlinge sein. Das sind EU-Bürger:innen mit Geld. Diese Menschen werden hier leben und unser Wasser, unseren Kindergarten, unsere Schule und unser Altenheim nutzen.

Letzthin wurde im Gemeindevorstand die Erneuerung der Raumordnungsregeln diskutiert. Der Kennwert dabei ist die „geplante Bevölkerungsentwicklung“. Seit 30 Jahren ist diese geplante Grenze bei +1 % pro Jahr. Zuletzt war der effektive Wert wegen Wirtschaftskrise und wegen nur schwer erschließbarem, gewidmeten Bauland in unserer Gemeinde sogar geringer. Seht ihr, wie man schon wieder viel zu kurzfristig denkt? Die schlechte Wirtschaftslage dient als Ausrede, um „den Ball flach zu halten“. Bricht die Wirtschaft weiter ein, sinkt auch die Zuwanderung, so der Gedanke. Und was ist, wenn genau dann reiche Münchner:innen und Mailänder:innen kommen? Vielleicht auch ein paar Wiener:innen und Grazer:innen? Die Bevölkerung wird rasant wachsen, und die Infrastruktur muss mithalten. Auch beim Wasser werden die neuen Bewohner:innen mitversorgt werden müssen.

Man muss keine Horrorbilder zeichnen, um zu erkennen, dass wir derzeit nicht genug tun, um unseren Konsum an Wasser und Energie zu drosseln, dass die falschen Lösungen langfristig die teuersten sein werden, dass wir einfach nicht zukunftsfit sind. Das ist auch die Folge von jahrzehntelanger ÖVP-Politik in unserer Gemeinde, welche Geld für die falschen Projekte aus dem Fenster warf, als es noch da war. Machen wir es in Zukunft besser!

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