Unter dem Motto „Klangbrücken“ laden die Tiroler Barocktage 2026 ein, musikalische Verbindungen über Zeiten, Stile und geistige Räume hinweg zu erleben. Die Programme führen durch Facetten sakraler Musik – zwischen Lobpreis und Kontemplation, Gemeinschaft und persönlichem Gebet – und schlagen Bögen zwischen Tradition und heutiger Resonanz. Getragen wird die Reihe von heimischen Chören, Ensembles und Solist:innen, die mit Kompetenz und Leidenschaft wenig Bekanntes und noch zu Entdeckendes einem interessierten Publikum vorstellen. Es gehört zu den erklärten Parametern der Barocktage, dass in jedem Konzert Ensembles zusammengeführt werden, um einen Austausch zu ermöglichen, (Klang-)Brücken zu schaffen, Regionales zu fördern und Unikates vorzustellen.
So, 12. April 2026, 19.:00 Uhr
Venezianische Klangpracht
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck.
KonsBrass Innsbruck, Vokalensemble NovoCanto, Leitung: Andreas LacknerÜppige
Mehrchörigkeit in der Vernetzung Tiroler Ensembles eröffnet die diesjährigen Barocktage. Ein Barocktrompeten-Consort, ein groß besetztes Blechbläserensemble, ein Kammerchor und eine Orgel machen den Raum selbst zum tragenden Element des musikalischen Geschehens mit Werken von Giovanni Gabrieli und seinen Zeitgenossen.
So, 19. April 2026, 19.00 Uhr
Wolfgang Amadeus Mozart: Die Schuldigkeit des Ersten Gebots
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Musica sacra Linz und den Horizonten Landeck.
Zum „kleinen Mozart-Jahr“ – die Musikwelt begeht den 270. Geburtstag bzw. 235. Todestag des Universalgenies – stellen klangschöne, renommierte junge Tiroler Solist:innen und das heimische Originalklang-Orchester einen wenig beleuchteten Mosaikstein im Schaffen des großen Salzburgers vor. Das geistliche Singspiel verbindet moralische Reflexion mit eindrucksvoller musikalischer Ausdruckskraft und gewährt einen Einblick in Mozarts Jugendwerk zwischen Barocktradition und aufbrechender Klassik.
So, 26. April 2026, 19.00 Uhr
Claudio Monteverdi: Marienvesper
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Musica sacra Linz.
Hard-Chor Linz und Solisten, Ensemble Castor, Musica Antiqua Salzburg, Leitung: Alexander Koller
Mit der Marienvesper von Claudio Monteverdi steht wahrlich ein Schlüsselwerk der europäischen Musikgeschichte auf dem Programm. Zwischen Renaissance und Barock angesiedelt, vereint dieses monumentale Opus liturgische Strenge mit neuartiger Expressivität und entfaltet eine außergewöhnliche Vielfalt an Klangfarben, Formen und Affekten. Erstmals gastieren der gefeierte Hard-Chor aus Linz und das Ensemble Musica Antiqua Salzburg bei den Barocktagen.
So, 10. Mai 2026, 19.00 Uhr
Vox & Chorda
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Musikgymnasium Innsbruck
Auch im letzten Konzert werden heimische Ensembles zusammengeführt. Landeschorleiter Thomas Waldner und die Primaria des Innsbrucker Streichquartetts Dreiheiligen, Priska Vierthaler, haben für den beschließenden Konzertabend der diesjährigen Reihe ein Programm gewählt, das ausgehend von Werken der Großmeister J. S. Bach und W. A. Mozart hin zur musikalischen Gegenwart in den Kompositionen von Norman Luboff oder Ilze Jēkabsone die musikalischen Gemeinsamkeiten in den Kontrasten sucht.
Mehr Info: www.cultura-sacra.at

