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30-Jahr-Jubiläum zur Seligsprechung von Otto Neururer

Viele Götzner:innen können sich noch gut an den November 1996 erinnern. Unter den 3000 Tiroler Pilger:innen machten sich auch zwei Busse aus Götzens nach Rom auf, um der Seligsprechung des ehemaligen Pfarrers beizuwohnen.

Erstmals spielte zu diesem Anlass eine Tiroler Musikkapelle im Petersdom. Otto Neururer, der von 1932 bis zu seiner Verhaftung im Dezember 1938 in Götzens tätig war, starb am 30. Mai 1940 im KZ Buchenwald als Märtyrer.

Andenken. Der Verein der Freunde der Wallfahrtskirche Götzens sowie der Pfarrgemeinderat von Götzens haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Andenken an den Märtyrerpfarrer aufrecht zu erhalten. Die seit 1996 unter dem Altar befindliche Reliquie und die Otto-Neururer-Kapelle sind im Kirchenraum ständige Erinnerung an ihn. Seit 15 Jahren wird von Mai bis Oktober jeweils am 30. eine Wallfahrtsmesse gefeiert, die Pilger:innen von nah und fern anzieht. In der Vergangenheit wurde eine Briefmarke mit Neururers Konterfei aufgelegt, die „Elferin“ in Otto-Neururer-Friedensglocke umbenannt und ein Denkmal errichtet.

Die Gemeinde Götzens hat in Angedenken an den ehemaligen Pfarrer den Otto-Neururer-Weg benannt.

Ausstellung. Eine viel beachtete Ausstellung „Im Gewöhnlichen außergewöhnlich gut“ hat die Notarin des Seligsprechungsprozesses Beate Fink konzipiert und der Verein der Freunde der Wallfahrtskirche Götzens hat dafür gesorgt, dass diese in den letzten 20 Jahren in vielen Pfarren, auch über Tirol hinaus, gezeigt wurde. Von 15. bis 27. November 2026 ist diese Ausstellung nun wiederum in der Wallfahrtskirche zu sehen und kann helfen, sich mit dem Wirken und der Geschichte Otto Neururers vertraut zu machen.

Besonders öffentlichkeitswirksam war der Film: „Hoffnungsvolle Finsternis“ von Regisseur Hermann Weiskopf aus dem Jahr 2019, der viel zur Bekanntheit Otto Neururers im deutschsprachigen Raum beigetragen hat. Nicht zuletzt, weil renommierte Schauspieler wie Ottfried Fischer, Karl Merkatz und Julia Gschnitzer als Darsteller:innen gewonnen werden konnten und an Originalschauplätzen gedreht wurde.

Mut. Unter dem Motto „Mutig sein“ beschäftigen sich in diesem Herbst Kinder und Jugendliche, was es heute im Alltag bedeutet, nach dem Vorbild Otto Neururers für Zivilcourage einzutreten und zu seinen Werten zu stehen. Das Thema „Mut“ wird sich auch durch den Festgottesdienst zum 30-Jahr-Jubiläum am Sonntag, 22. November 2026 um 8.45 Uhr ziehen. Bischof Hermann Glettler wird den Gottesdienst feiern. Für die musikalische Gestaltung sind Kirchenchor, Kinderchor und ein erweitertes Bläserensemble verantwortlich. Alle sind im Anschluss herzlich zur Agape eingeladen!

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