All das bot auch der NGL-Workshop 2026, den der Gospelchor NOISES heuer bereits zum 12. Mal in Götzens veranstaltete. Eineinhalb Tage lang wurde im Chill Island geprobt, gesungen, gelacht, an Feinheiten gefeilt – und manchmal eine Stelle eben noch ein fünftes Mal wiederholt.
Menschen mit ganz unterschiedlicher Chorerfahrung kommen beim NGL-Workshop zusammen, manche kennen sich seit Jahren, andere sind zum ersten Mal dabei. Und ziemlich schnell spielt das keine große Rolle mehr.
Robert Mur, der nach dem vergangenen Jahr erneut die musikalische Leitung übernommen hatte, schaffte es einmal mehr, mit viel Können, Geduld und Humor aus vielen einzelnen Stimmen einen Chor werden zu lassen.
Wenn dann plötzlich eine Stelle funktioniert, an der man vorher noch ein wenig gekämpft hat, oder ein Lied einfach so viel Spaß macht, dass man es am liebsten gleich noch einmal singen möchte – dann merkt man, weshalb so ein Chorwochenende etwas Besonderes ist.
Das Programm war so abwechslungsreich, wie wir es beim NGL-Workshop mögen: Samba Gloria traf auf Come to the feast, bei Sing alleluia, clap your hands war auch genau das gefordert, und mit In dat great gettin’ up mornin’ und The storm is passing over wurde es richtig kraftvoll. Dazwischen gab es mit Du, eine Farbe ins Leben und Dein Geist weht, wo er will ganz andere Töne.
Genau diese Mischung macht den NGL-Workshop aus: mal konzentriert auf Noten und Chorleiter schauen, mal einfach den Rhythmus spüren und sich von der Musik mitnehmen lassen.
Natürlich gehört zu einem Workshop in Götzens auch das Drumherum: die Gespräche in den Pausen, das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern, das Knüpfen neuer Bekanntschaften und jede Menge Lachen.
In bewährter Manier haben uns Tanja und Markus Pedri mit heißen Würsteln und Chili con Carne, die Sänger:innen des Gospelchors NOISES mit einem Kuchenbuffet verwöhnt.
Am Samstagabend wechselten wir schließlich in die Wallfahrtskirche Götzens. Jedes Jahr aufs Neue ist das ein ganz besonderer Moment: Die Stücke, an denen vorher noch gefeilt wurde, bekommen im Kirchenraum plötzlich einen anderen Klang und ihren eigentlichen Platz im Gottesdienst.
Als mit The storm is passing over schließlich das Danklied erklang, war der Workshop schon fast wieder vorbei. Was blieb, waren viele Melodien im Ohr, so mancher Ohrwurm für den Heimweg – und wieder einmal die Erkenntnis, wie viel Freude gemeinsames Singen machen kann.
Danke an Robert Mur, an unsere Musiker:innen Viktor Scheiber (Klavier), Tobias Rubisoier (Bass) und Johanna Weithaler (Querflöte) und an alle, die mit ihrer Begeisterung, ihrer Stimme und ihrer guten Laune dabei waren.
Nächster Workshop: Herbst 2027

